Unsere Geschichte

Das Haus Firmiangasse 11 ist eines der ältesten Ober St. Veits. Man schätzt, dass zumindest Teile davon 600–800 Jahre alt sind. Türkenstürme und andere schlimme Zeiten zerstörten viel der Bausubstanz, und mancher Eigentümer baute um oder dazu.

Über die Jahrhunderte lebten darin immer Weinbauern, zuletzt waren es die Familien Kerschbaum und Brummer. Die Umstände ließen sie zu Milchbauern und dann zu Gastronomen werden. An den Heurigen „Döltl“ der Brummer-Tochter Josefa Döltl bzw. später von Frau Leopoldine Döltl, verehelichte Maurer, können sich ältere Ober St. Veiter noch erinnern.

1825-1962

1825
kaufen die Weinbauern Michl und Elisabeth Kerschbaum das Anwesen um 3200 Gulden.

1837
heißen die Besitzer Jakob und Eva Brummer. Jakob hatte sich schon vorher eingekauft und Eva geheiratet.

1869
besitzt Eva Brummer 3 Kühe, für die Volkszählung bezeichnete sie sich aber noch als Weinbauerin bzw. Winzerin und ihre Söhne Georg und Josef waren Winzer.

1880
besitzt Eva Brummer 1 Pferd und 5 Kühe; jetzt bezeichnet sie sich bereits als Milchmeierin bzw. Ökonomin, und Sohn Josef war ebenfalls Milchmeier. Der erstgeborene Georg war bereits ausgezogen.

1889
werden Josef und Theresia Brummer auf dem Erb- und Schenkungswege zu den neuen Eigentümern.

1912
wird der Bau einer Doppelkegelbahn genehmigt.

1917
erbt Josefa Döltl die gesamte Liegenschaft von ihrer Mutter Theresia Brummer. Schon lange zuvor hatte sie den Betrieb gemeinsam mit ihrem Gatten, dem Gastwirt Carl Döltl, als Heurigen geführt.

1936
erbt Leopoldine Döltl die Liegenschaft von der 1934 verstorbenen Mutter.

1948
heiratet Leopoldine Döltl den Assistenten der Österreichischen Staatseisenbahnen im Ruhestand Heinrich Maurer.

1956
kauft Frau Helene Gössl, geborene Buchgraber, Gastwirtin in der Nordbahnstraße (damals auch noch Göhsl Helene), das Anwesen inkl. Inventar um 125.000 Schilling. Das Lokal wird ein Weinhaus mit Backhendlstation.

1962
erwirbt Helene Gössl auch das Haus Firmiangasse 9 und richtet darin einen Gasthof mit Fremdenzimmer ein.

 

1967-heute

1967
wird das Weinhaus an Karl Marchart verpachtet. Karl Marchart ist der Bruder des Pächters des Ober St. Veiter Casinos und Trainer des Boxprofis Hans Orsolics. Seine damalige Frau Judy Marchart wurde später als Grinzinger Heurigenwirtin bekannt.

1970
wird Erich Homolka zum neuen Pächter.

1977
übernimmt die Tochter Magdalena Schneider-Gössl den Betrieb und führt ihn als Heurigen „Schneider-Gössl“ weiter. Die Spezialität „Backhendl“ ist aber nach wie vor die Nummer eins auf der umfangreichen Speisekarte. Das Lokal wird zum „Prominentenheurigen“ und präsentiert sich heute als typisches Wiener Heurigenrestaurant. Das Ambiente bleibt über die Jahrzehnte weitgehend unverändert: rustikale Einrichtung mit Zirbenholz an den Wänden und glatten Holztischen, draußen ein romantischer, von Weintrauben bedeckter Innenhof. Auch die Tradition des Wienerliedes wird aufrechterhalten, fast täglich sorgt ein Akkordeonspieler für die richtige Stimmung.

1986
wird der Schneider-Gössl’sche Beherbergungsbetrieb um das Haus Firmiangasse 18 erweitert.

1990
wird die Sektbar in der Hietzinger Hauptstraße 153 eröffnet.

1997
Am 7.7. 2007 lud Frau Schneider unter der Devise Wein, Weib und Gesang zur 30-Jahres-Feier. Als besonderes Zuckerl für die Gäste wurde das Viertel Wein um Preise wie vor 30 Jahren angeboten: der Gspritze um 80 Cent und der Heurige um einen Euro. Wienerlieder, dargeboten von Ingomar Kmentt und Franz Schweidler boten die stilechte Untermalung.

2013
Am 19. Oktober wird das neue Stüberl eröffnet.

Frau Schneider-Gössl ist mit Herrn Franz Schneider, Besitzer des Gasthofes Markterwirt in Altenmarkt im Pongau, verheiratet und hat zwei Töchter und einen Sohn.

 
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